Hintergründe
Mary Island
Schlaganfall
© Jonathan Philippi 2013
Schlaganfall Wenn das Gehirn über meist 24 Stunden nicht ausreichend mit Blut versorgt wird, sterben Gehirnzellen ab. Logisch. Das kann durch eine verstopfte Ader oder aus anderen Gründen sein. Meist geht dies mit einer halbseitigen Lähmung einher, man sieht nicht mehr gut, ist auf einem Auge blind oder man kann nicht mehr sprechen. Es gilt immer: „Zeit ist Hirn!“ Ein Schlaganfallopfer muss sofort professionelle Hilfe erhalten. Wie erkennt man einen Schlaganfall? Meist sind die Leute apathisch, also teilnahmslos. Das kann innerhalb von Minuten erfolgen. Zum Beispiel auf einer Party oder beim Grillen. Es gibt einen einfachen Test. Bittet die betroffene Person zu lächeln. Bei einer Gesichtslähmung wird das Gesicht durch die Schwächung des Gesichtsmuskels einseitig verzogen. Das Lächeln zeigt sich dann nur auf der nicht betroffenen Seite und der Mund wirkt dadurch schief. Das geht auch mit der Aufforderung zu pfeifen. Fordert die betroffene Person auf, beide Arme gleichzeitig nach vorne zu heben und die Handflächen nach oben zu drehen. Liegt tatsächlich ein Schlaganfall vor, kann ein Arm nicht gehoben werden oder sinkt wieder. Dem Betroffenen fällt es eventuell auch schwer, die Arme so zu koordinieren, dass die Handflächen nach oben zeigen. Gebt einen einfachen Satz vor und verlangt, dass dieser wiederholt wird. Zum Beispiel: Gestern war ein schöner Tag. Der Betroffene kann die Worte nicht korrekt wiederholen, benutzt sie fehlerhaft oder spricht sie verwaschen aus. All das kann man geschickt verstecken, in dem man indirekt fragt: „Ach, welches Datum haben wir heute noch mal?“ oder „Erinnerst du dich? Wie ging diese Melodie, pfeif sie mal!“ Wenn das nicht hinhaut, sofort den Notarzt verständigen und am Telefon schon sagen, was man vermutet. Je länger das Gehirn unterversorgt ist, desto schlimmer wird es. Und irgendwann macht es „Bumm“ und man fällt um. Selbst dann gibt es noch Heilungschancen, aber wie gesagt, keine Sekunde verschenken.