Hintergründe
Mary Island
Indianer
© Jonathan Philippi 2013
Indianer Zum Wort: Indianer ein wichtiger Abschnitt. Direkt aus dem Buch:   „Ich weiß nichts über Indianer und ihre Kultur, da wird mir dein Vater helfen müssen.“ Julie hob bedauernd die Schultern und ließ sie sinken.   „First Nation!“, sagte Steven.   „Wie?“   „Sie heißen First Nation, nicht Indianer.“   „Oh, Verzeihung!“ Julie sah ihre Freundin betreten an.   Dana zog den Mund spöttisch in die Breite: „Nein, die First Nation oder die First People leben in Kanada. Wir nennen uns Natives. Aber eigentlich ist mir der Begriff Indianer lieber.“   „Okay, ich bitte um Vergebung, Miss Native“, sagte Steven.   „Entschuldigung akzeptiert, bleichgesichtiger Junge mit den langen Haaren!“, lachte Dana und stopfte sich das Risotto in den Mund. „Aber Indian oder Indianer ist schon okay. Es stört mich nicht. Im Gegenteil, ich bin stolz, eine Indianerin zu sein.“   „Also bei uns in Deutschland ist das kein schönes Wort“, sagte Julie leise.   „Wieso?“   „Na ja. Ich weiß nicht, es klingt so …“   „Mein Dad ist ein Pee Dee, meine Mom war eine Cherokee. Zusammen sind sie Indianer. Wo ist das Problem?“   „Und was bist du?“, fragte Steven und verfluchte sich sofort, denn das war unfair.   „Im Augenblick, also wenn ich bei Dad bin, bin ich eine Pee Dee.“   „Okay!“, sagte Steven schnell und war froh, dass er sie mit seiner Frage nicht verletzt hatte.   „Aber, wenn ich in den Blue Ridge Mauntains bei Grandma und Grandpa bin, dann verwandele ich mich in eine Cherokee.“ Alles klar?  Indianer ist das richtige Wort Für alle, die des Englischen mächtig sind, hier ein Auszug eines Blogbeitrags von Prof. Dr. Troy Smith, University of Tennessee. Troy ist seines Zeichens Professor für amerikanische Geschichte, Schwerpunkt indianische Kultur. Auch ich habe mich von ihm beraten lassen und so sind einige seiner Anmerkungen in diesem Band verarbeitet worden. Der folgende Text steht dank seiner freundlichen Genehmigung hier. Eine kurze deutsche Übersetzung: “Ich beginne mit dem Begriff Indianer. Einige Leute denken - wenn sie mich über Indianer sprechen hören - sie müssten mich korrigieren: „Sie meinen Native Americans, also eingeborene Amerikaner! Sie stammen nicht aus Indien!“ Nun, natürlich kommen sie nicht von Indien und sie sind hier geborene Amerikaner. Seit ca. 1970 wurden Amerikanern beigebracht, - zunächst von Anthropologen – dass, wenn man Eingeborene Menschen meint, Indianer sowohl beschimpfend als auch unkorrekt wäre. Stattdessen sollten wir sie „Natives“ nennen. Für die meiste Zeit hatten wir das gefälligst zu tun. (Anmerkung: Und da wir Deutsche sehr gerne unbesehen alles schlucken, was aus den USA kommt, haben wir uns widerstandslos diesem Diktat gebeugt! Anmerkung Ende) Tatsache ist, dass um 1995 eine Befragung stattfand unter Menschen, die sich selbst als Eingeborene bezeichnen, welchen Begriff sie bevorzugen würden. 37% blieben bei „Native Americans“, aber 50 % meinten: Indianer. (Original: American Indians) (Der Rest hatte keine Meinung) Soweit ich das beurteilen kann, wurde nun die Änderung hin zu Indianer mehr und mehr durchgeführt. Seitdem haben Studenten, die „eingeborene amerikanische Kulturen“ studierten, begonnen, öfter den Term „Indianer“ zu benutzen als „Native Americans“. Als Reaktion auf den aktuellen Wunsch der betroffenen Menschen. Die meisten Indianer bevorzugen natürlich den Namen ihres Stammes (Anmerkung: Pee Dee) oder ihrer Nation (Anmerkung: Navajo Nation), aber manchmal, speziell für rechtliche Zwecke, brauchen sie einen Begriff, der größer und umfassender ist. Warum sollten sie auf der Erde, die ein einziges Wunder ist, als „Native Americans“ bezeichnet werden? Die wissenschaftliche Lehre hat nun wohlverdient die Aufgabe, Leute zu überzeugen, dass es in Ordnung ist, zurück zur alten Terminologie zu kommen, die nur deshalb gekippt wurde, weil die wissenschaftliche Lehre das wollte.   Der gesamte Text ist hier zu finden